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... auf der Homepage der Flinken Flaschen. Schön, dass Du uns besuchst. Hier findest Du alles Wissenswerte rund um d i e Freizeit- Fußballmannschaft aus München - und noch vieles mehr.

Solltest Du zum großen Kreis der aktiven Spieler gehören, findest Du hier deine nächsten Einsatztermine, sowie Statistiken und Bilder Deiner vergangenen Großtaten.

Wenn Du zu denen gehörst, die das Wagnis eines Spiels gegen uns eingehen wollen, dann kannst Du deine Scouts in die Wüste schicken. Diese Homepage verrät Dir mehr als jeder Späher.

Falls Du dich vertippt hast und eigentlich nach den "flinkenfalschen" gesucht hast: Das macht gar nichts. Hier ist's viel schöner.

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Counter jubilaeum

Was gibt's Neues?

Mal auf der Sonnenseite
des Turnierlebens
Notiert am Sonntag, 19. Juni

Manchen Individuen, nicht nur Franz Beckenbauer, wird nachgesagt, sie stünden von Geburts an auf der Sonnenseite des Lebens. Für die Individuen der Flinke-Flaschen-Filiale Lindau gilt das nicht, wie feuchte Kapitel der Vergangenheit gezeigt haben (nicht zu verwechseln mit: feucht-fröhliche Kapitel, das ist ein anderes Thema). Erinnert sei an die extrem verregneten Tage in Hege 2008 und Bodolz 2009. Im übertragenen Sinne traf dieser Satz aber auch auf Kressbronn zu, wo die sportlichen Bemühungen seit 2002 zwar von einigen 30-Liter-Gutscheinen Bier, aber überschaubarem sportlichem Erfolg geprägt waren.

Diese widrige Serie ist seit dem 19. Juni 2011 Vergangenheit. Der strahlende Beweis, dass sich Sonne und Erfolge auch erzwingen lassen, war zu einem Zeitpunkt erbracht, als früher bereits die Zeichen auf (vorzeitige) Heimreise standen – unmittelbar vor dem letzten Spiel der Vorrunde.

Gegenüber standen sich an diesem fortgeschrittenen Juni-Sonntag, der wettermäßig besser in den April gepasst hätte: Die Mannschaft der Flinken Flaschen, die ihre vier bisherigen Spiele jeweils exakt in der regenfreien Zeit ausgetragen durfte (obwohl die Lacher beim Auftragen von Sonnencreme durchaus vernommen wurden). Und die Mannschaft der Westpolnischen Offensive, die im Wechsel mit uns anzutreten hatte. Sprich: Die jedes Mal von Wolkenbrüchen erwischt wurde, als hätte Petrus persönlich noch ein Extrafaß Regen über dem Kressbronner Rasenplatz ausgeschüttet. Wer gewonnen hat? Letztlich beide Teams: Die sonnenverwöhnten Flinken Flaschen sportlich mit 4:0 Toren. Aber auch die Westpolen waren Gewinner, denn die 20 Minuten gegen uns waren die einzigen des Turniers, die sie ohne nasse Unterbuxen beenden konnten.

Was danach folgen musste, war ja klar: Wer mit dem Wettergott im Bunde ist, der hat nicht mehr viel zu befürchten, und so waren uns Sonne und Glück auch im Halbfinale (4:0 gegen Alle Nix) und Finale (2:1 gegen Eisbären) hold. Der Tag endete, wie es eigentlich nicht mehr für möglich gehalten wurde: Mit Platz 1, mit den üblichen 30 Litern Bier und mit einem Spanferkel-Gutschein, der schon bald – an einem sonnigen Juli-Abend - in Hüftspeck umgesetzt wird. Fazit: Schwein gehabt! Endlich mal ein Tag in Kressbronn, an dem nur die Sonne über uns lacht.

Unbedingt nachzutragen sind auch noch ein paar wetterunabhängige Auffälligkeiten: Im Kopf-an-Kopf-Rennen um die Torjägerkrone setzte sich Tim am Ende haarscharf, aber verdient gegen Sven durch (10:9), wobei man insbesondere den Treffer zum 2:0 gegen Alle Nix gerne noch mal in der ARD-Sportschau, Rubrik „Tor des Monats“, wiedersehen würde. Auch der Treffer zum 8:2 beim Vorrunden-9:2 über die Landjugend war ein historisch besonderer, denn im 22. Jahr der Vereinsgeschichte trug sich erstmals eine Flaschenfrau ins große Statistikbuch ein: Erzielt hat ihn Quotenspielerin Ele (in Jeans und stollenlosem Frauenschuh), nach mustergültiger Vorarbeit des in allen Partien vorbildlich fürs Kollektiv rackernden Teamkäptns Felix. Aber auch der Abteilung Defensive, bestehend aus Torwart-Tobi, Simon, Michi und Jonas, gebührt ein Lob; der Letztgenannte hält die Auswechselei zwar für überbewertet, dafür wuchs er im Turnierverlauf immer mehr über sich hinaus und belohnte sich am Ende mit dem Treffer zum Turniersieg.

Schade eigentlich, dass wegen der leidigen Aktivenregelung ein kompletter Neuaufbau ansteht. Da sich auch die Regel mit der einzusetzenden Alibifrau von einer Soll- in eine Muss-Bestimmung änderen wird, bedeutet das für Ele: Es gibt endlich mal wieder einen Grund, Schuhe shoppen zu gehen, diesmal allerdings die Version mit Stollen unten dran. Auch die Kellner-Fraktion (Uli und Max) blickt steigender Verantwortung entgegen: Nicht-Aktive sind 2012 gefragter denn je.

2011, soviel steht fest, dürfte allerdings schwer zu toppen sein. Vielleicht lag der gute Lauf ja an dem Glücksstein, den der Teamchef tags zuvor gefunden hatte. Vielleicht ist die Erklärung aber auch viel simpler. Kressbronn fand erstmals an einem Sonn(!)tag statt. Tags zuvor war das Turnier wegen Extremregens verschoben worden.

Sensation perfekt:
Spielleiter gibt Comeback!
Notiert am Dienstag, 10. Mai

Wir schreiben das Jahr 2111, Historiker und Völkerkundler treffen grübelnd bei einem Kongress zusammen - es gilt, ein Rätsel zu lösen. Was ist passiert damals in dem kleinen Bergdorf namens Arosa, dass die Bewohner von einem Sommer auf den nächsten radikal ihr eingeschliffenes Verhalten änderten? Ihre Spiele änderten sich, ihre Trinkgewohnheiten, Urschweizer Werte wie Pünktlichkeit wurden völlig neu definiert. Was war geschehen in diesem Sommer vor 100 Jahren?

Es wäre nicht der erste Kongress zu diesem Thema, der ergebnislos endet. Doch plötzlich erhebt sich ein alter Mann mit sehr langem Bart, Bächi nennt er sich, und erinnert sich an diese Begebenheit im Sommer 2011: Es war Grümpi wie an jedem dritten Juli-Wochenende, erzählt er, alles schien zu sein wie immer: Der Himmel war wolkenlos, das Calanda-Bier floss reichlich, wenn die Fußballer nicht gerade dem Ball hinterher jagten, vertrieben sie sich die Zeit mit dem sinnfreien Hin- und Hertragen von gelben Matchkarten. Das Klischee vom friedlichen, aber etwas behäbigen Schweizer wurde wie immer erfüllt. In den Spielpausen ließen die Teilnehmer den Herrgott einen guten Mann sein, sie berauschten sich an ihrem Graubündner Panorama oder spielten das Kartenspiel Jassen, das schon ihre Urgroßväter gespielt hatten. Viele pflückten zum Zeitvertreib auch Edelweiß oder ließen sich in ihrer Schweizer Tiefenentspanntheit die Sonne auf den Pelz scheinen.

Doch dann kam dieser große kahlköpfige Mann mit der strengen Ansprache - und plötzlich war alles anders. Alphörner verstummten, Murmeltiere standen noch strammer als sonst, auch Kühe nahmen Habachthaltung ein statt untätig auf der Weide zu lümmeln. Der Fremde mit seiner preußischen Autorität schien zum gemütlichen Arosa zu passen wie der Kuhfladen auf den Golfplatz. Doch oh Wunder: Schon nach kürzester Zeit wirkte sein Besuch belebend wie ein Bad im Untersee. Er lehrte die undisziplinierten Münchner Fußballer, dass Pünktlichkeit keine Schweizer Schikanemaßnahme ist ("Wer hat sie erfunden?"). Er brachte den Einheimischen dieses Kartenspiel bei, bei dem derjenige gewinnt, der die wenigsten Stiche macht. Und fortan trank keiner mehr sein Calanda ohne dieses durchsichtige Feuerwasser, das wegen seiner extrem berauschenden Wirkung zum Exportschlager wurde: Strafschnäpsli nannte er es.

Der kahle Fremde kam ab diesem Juli jeden Sommer. Mit Ureinwohner Bächi verstand er sich bestens. Das Posthorn, das er für seinen ehrenamtlichen Einsatz als Aushilfs-Spielleiterli erhielt, zierte viele Jahre seinen Porsche.

Kicker
 

Den Dreh raus: Die Flaschen beenden Spiel- und Trinkjahr

Achtung: Neuer Rallye-Plan
(Siehe Ende des Textes)


Notiert am Sonntag, 28. November

Auf manche Dinge im Leben kann man sich verlassen. Zum Beispiel darauf: Immer, wenn in München der erste Schnee fällt, erwachen die Flinken Flaschen noch mal kurz aus ihrem Vorwinterschlaf (der dieses Jahr leider schon im Hochsommer einsetzte...). Zuerst wird in Ismaning das Spieljahr beendet, danach geht's noch mal raus auf die Piste, um auch das Trinkjahr gebührend zum Abschluss zu bringen. Mit anderen Worten: Die Ayinger-Rallye steht an!

Einen Vorgeschmack auf köstliches Naturtrübes der Marke Ayinger gab's bereits am Samstagabend in Ismaning. Zu verdanken hatten wir das unseren Freunden von Dynamo Genschmen, die so nett waren, ihre 3-Liter-Jubiläums-Spezialabfüllung mit uns zu teilen. Zu feiern gab's zwar wenig, hier eine schal schmeckende Finalniederlage, dort einen abgestandenen sechsten Platz, doch lustig war's trotzdem.

Wer letztlich welchen Platz geholt hat, spielt keine Rolle, denn die Grenzen verwischen immer mehr, nicht erst seit Toms Wechsel ins dynamisch-erfolgreiche Großfeld. Hervorzuheben immerhin ist, dass wir Flaschen nach einem enttäuschenden Fußballjahr eine Disziplin gefunden haben, die uns mehr zu liegen scheint: Tischfußball. Fünf Spiele, fünf überlegene Siege - so viel zu unserer Bilanz in Ismaning, wo beide Spielformen miteinander verquickt wurden. Verwirrende Kombinationen, geschmeidige Torwartparaden und astreine Stürmertricks - all das, was beim Hallenkick zu kurz kam, zeigten wir Flaschen auf dem Kicker-Tisch. Bemerkenswert auch: An den Drehgriffen ist es uns auch problemlos gelungen, eine Führung ins Ziel zu retten. Insbesondere die Substanz-Connection Jürgen/Flo, der flinke MM-Bote Pero und Ex-Chio-Chipsmeister Christian haben sich hier hervorgetan.

Geglänzt hat auch Schlaubi-Spezl Ralph, und zwar nicht nur beim ordnungsgemäßen Protokollieren der Spiele während der Löwen-Versammlung, sondern vor allem durch seine voradventliche Torquote: Erst eins, dann zwei, dann drei, dann vier... neun Buden waren's am Ende. Damit hat es für Ralph gleich zu zwei zweiten Plätzen gereicht: Zum Vizetorschützenkönig von Ismaning und zum zweitbesten Flinke-Flaschen-Torjäger 2010 hinter Ahmet (15 bzw. 25). Herzlichen Glückwunsch! Angestoßen, diesmal mit mehr als einem 0,2-Stamperl, wird dann am 10. Dezember auf der Rallye. Motto dieses Jahr: Schickes und Szeniges - passend zur Ich-mach-mich-nicht-schmutzig-Einstellung im zurückliegenden Spieljahr.

Hier der neue Rallye-Plan:

1. Milagros* (17.30 - 18.30 Uhr)
2. Ayingers am Platzl (18.45 - 19.25 Uhr)
3. Jodlerwirt (19.30 - 20.20 Uhr)
4. Pusser's Bar (20.30 - 21.15 Uhr)
5. Mandarin Oriental (21.20 - 21.45 Uhr)

Bus-Transfer (Museumslinie 100)
21.56 Uhr Odeonsplatz ab,
22.00 Pinakotheken an

6. Tresnjewski (22.05 - 22.35 Uhr)
7.) Freebird (23.00 - 23.45 Uhr)
8.) Lardy's (0.15 Uhr bis Open End).

* Frauenstr. 9 (beim Viktualienmarkt);
alle anderen Adressen dürfen bekannt sein.



Rallye10

Arosa

Und hier geht's zu den Bildern.

Arosa 2010: Finde die Bratwurst
Notiert am Mittwoch, 28. Juli

"Finde die Bratwurst!" Mit diesem heiteren Gesellschafts-Ratespiel für 13 Personen begann das Abenteuer Arosa 2010, der bereits achte Ausflug zu unserem Lieblingsturnier.

Die Teilnehmer: Fünf richtig gute Fußballer osmanischer Herkunft und acht Vertreter der deutschen Fußballschule, unter denen sich eine nicht näher bestimmte Anzahl von Nieten (auch: Bratwürste oder "Ayingers") befand.

Sinn des Spiels: Mittels der Technik des Zettelchenziehens zwei möglichst schlagkräftige Teams bilden.

Um das Ergebnis vorwegzunehmen: Losfee Helmut hatte ein gutes Händchen, doch auch ihm gelang nicht die Quadratur des Kreises. Das Tückische an der Versuchsanordnung ist, dass sich eine Menge von x Bratwürsten oder Ayingers bei einer angenommenen Grundgesamtheit von x = 4 nun mal nicht so auf zwei Teams verteilen lässt, dass beide Teams bratwurst- oder ayingerlos ins Rennen gehen. Sportchef Tom kommentierte das Ergebnis jedenfalls mit den Worten: "Eine Bratwurst steht morgen auf jeden Fall auf dem Platz."

Vielleicht hatten wir unser Glück auch bereits bei der Hotelbuchung aufgebraucht. Dort hatten wir auf jeden Fall das große Los gezogen. Nach dreitägigem Aufenthalt in den sechs Deluxe-Doppelzimmern, sämtlichen Balkonen ringsherum und dem Alpin-Spa(ß)-Bereich lässt sich sagen: Das Kulm trägt seine fünf Sterne zurecht!

Wo sonst kann sich unser XXL-Sponsor einen Bademantel-Anprobeservice aufs Zimmer bestellen? Wo sonst bekommt ein muslimischer Mitbürger wie Ahmet koscheres Bündnerfleisch frisch mit dem Filettiermesser aufgeschnitten? Und Wittich auf Knopfdruck auch noch die fünfte Donnerregendusche hintereinander? Auch das 7-Gänge-Menü am Freitag erfüllte die Erwartungen. Nicht aller Esser zwar ("Gibt's hier keine Spätzle?"), aber wir haben nachgezählt: Es waren tatsächlich sieben Gänge.

Das Turnier selber dann: Herrlich wie immer, leidlich erfolgreich wie meistens (Ausnahme 2009). Dezimiert durch frühes Verletzungspech war es uns leider nicht möglich an den Vorjahreserfolg anzuknüpfen – und am Vorhaben, die Teamtrennung diesmal korrekt einzuhalten.

Feucht-fröhlichen Spaß bereitet hat dann aber auch das Zusehen an den Finalbemühungen der übrigen Teams. Seine Sympathie für das altdeutsch verteidigende Siegerteam "Les Choeurs de Gotteron" hat auch der multilinguale Moralapostel Helmut ("Libera, libri – non libro!") nicht mal ignoriert. Als ausgesprochen erfrischend erwies sich zudem die Gletscherprise, die It's-cool-Man-Hans in aschenbechergroßen Portionen auf unseren Handrücken verteilte. Von dem freundlichen Gruß aus der EHC-Küche (Motto: Bratwürste für Bratwürste) gar nicht zu reden.

Unsere Freundschaft zu den Veranstaltern um Bächi und Mario hat sich durch unser zeitiges Ausscheiden und das noch zeitigere Umschalten auf Freibierrunden ("Was ist jetzt mit der Rückzahlig?") eher noch vertieft. Man darf das durchaus als Kompliment werten, wenn sich Schweizer Staatsbürger mit 14-monatigem Vorlauf zu einem spontanen Gegenbesuch entscheiden.

Auch kulinarisch war 2010 einiges geboten. Sämtliche Geschmäcker unter einen Hut zu bringen, erwies sich zwar als ähnlich knifflige Aufgabe wie das gerechte Verteilen der o.g. Bratwürste, doch nach zweistündiger Recherche und Georgs entschlossenem Machtwort ("Echt, da gibt's Quöllfrisch?") waren am Samstag alle zufrieden mit dem am anderen Ende der Graubündner Bergwelt gelegenen "Buurestübli".

Mit der schlüssigen Argumentation "Pizza essen kann ich auch daheim - gibt's hier kein Schnitzel mit Pommes?" hatte Fatih zuvor erfolgreich gegen einen Besuch des bewährten Italiener "Grottino" votiert. Kompliment noch an Ahmet: Er kann nicht nur Bündnerfleisch, sondern auch Käsefondue. Wenn er so weitermacht und -isst, wird er noch ein richtiger Schweizer!

Hervorzuheben ist auch unbedingt die Infrastruktur des 3000-Seelen-Luftkurorts. Erstmals in der 20-jährigen Vereinsgeschichte erfolgte die Anreise zu einem Turnier per Bus, wenngleich sich die Flexibilität des Fahrers in Grenzen hielt ("Nein, ich kann nicht warten, ich habe einen Fahrplan zu erfüllen").

Kaum zu glauben, was den Inhaber einer ArosaCard auch sonst noch so an Annehmlichkeiten erwartet: Wie von Kobolden vorbereitet wurde uns bei Murats Geburtstagsgrillerei frisch gehacktes und gestapeltes Holz serviert (im Gegensatz zum leckeren Straußenfilet, das nach einer weiteren Bratwurstorgie in dunklen Kanälen verschwand). Und das erstaunlichste: Die Straßenbeleuchtung von Arosa beleuchtet den Eichhörnliweg sogar nachts!

Bleibt noch festzuhalten, dass sich in so einem Aufenthalt in den Schweizer Bergen manchmal auch die Sprachgewohnheiten ändern ("Abig, Morgig, Wittig") und bei einer Prosecco-Tagesabdichtig im Bademantel am Ende alle international oder sogar nonverbal kommunizieren. "Quiet Please", bat Helmut, als Mandy und Hagen aus der Lausitz durch einen lauten Windstoß Kenntnis von ihren Nachbarn nahmen. Lustig war's, und schon jetzt steht fest: 2011 kommen wir wieder – dann mit einem um 11 Kilo erleichterten Ceyhansen, den anderen osmanischen Freunden, einer unbestimmten Zahl an Bratwürsten und Ayingers. Einmalig war's wieder mal. Oder wie der Schweizer sagt: Herrlig!

P.S.: Es war Wittich noch ein Anlegen, die Geste des Wochenendes lautmalerisch festzuhalten. Kleine Erinnerung an das Spiel gegen La Familia: *Übersteiger* *Übersteiger* *Übersteiger* (Grummelnder Teamchef) *Übersteiger* *Übersteiger* - ZACK!

Arosa 2010: Kein Titel, kein Schnee - trotzdem war's schee
Notiert am Montag, 19. Juli

Wie in der Schlagzeile bereits angedeutet war Arosa 2010 mal wieder ein Traum. Weiche Betten gab's (zu weich?), reichlich Bratwürste (leider kein Strauß) und ein Novum bei den Flinken Flaschen: Prosecco im Bademantel ("Quiet please!"). Leider gab's auch ein paar Verletzte (und Calandas) zu viel, weswegen die Rauchfleisch-Trophäe in der Schweiz blieb. Glückwunsch an unsere Bezwinger von "Les Choeurs de Gotteron" und merci viel mol Bächi, Mario, Hans und Co. für die ausgelassene After Hour im Festzelt. Wir freuen uns schon jetzt auf den 16./17. Juli 2011.

Bilderserie und ausführlicher Bericht folgen in Kürze.

Glashaus

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Mäuse im Flaschen-Gewand schaffen Platz zwei in Wall
Notiert am Sonntag, 4. Juli

Manch feste Wall-Größe wurde in diesem Jahr schmerzlich vermisst. Stattdessen bestimmten altbayerisch klingende Namen die Szenerie: Adi, Franz und Werner zum Beispiel. Einheimische Retter in der (Personal-)Not, die den Bierkrug oder die Grillzange spontan zur Seite gelegt haben, um sich für ein paar Spiele in Flinke Flaschen zu verwandeln.

Möglich gemacht hat's die staatlich anerkannte Spielververmittlungsagentur "Blaue Maus e.V.", die am Samstag auf dem ganz kurzen Dienstweg eine endlos erscheinende Absagenliste vergessen machte. "Was? Ihr seid's nur zu dritt?", rief Veranstalter Fritz um kurz nach zehn ins Telefon. "Kein Problem! Da find ma scho a Lösung" Zehn Minuten später schlüpften etliche Blaue Mäuse ins Flinke-Flaschen-Trikot und sorgten dafür, dass unser Ausflug nach Wall mehr bereit hielt als die erneut gut nachgefragten Weißwürste der Metzgerei Killer.

Heiß und anstrengend war's bei gefühlt
40 Grad
, aber es hat sich mal wieder gelohnt. Nach kurzer Nacht und verpatztem Start (0:1, 0:2) halfen insbesondere die in einem schwachen Moment überrumpelten Flo und Werner der tapferen Flaschen-Drei (Christian, Wittich, Uli) in die Spur. Flo, weil er nicht nur aussieht wie Daniel Bierofka, sondern auch so rackert und kämpft. Und Werner, weil er nach eigener Auskunft "seit 33 Jahren" mit dem gleichen simplen Rezept auftrumpft: Jenseits der Mittellinie lauern und die Dinger halt reinmachen. Fünf Treffer in drei Spielen standen für Werner zu Buche. Nach furiosem Schlussspurt (2:0, 3:1, 5:0) hieß es dann am Ende für das Flinke-Flaschen-and-Friends-Team: Platz zwei im überschaubaren Sechserfeld, wie schon 2009.

Doch nicht nur wegen des überraschenden sportlichen Erfolges war es ein überaus lässiger Nachmittag. Auch das entspannte Public Viewing (Schland!") im Bundeswehrzelt trug dazu bei - und nicht zu vergessen: der reizende Zuspruch von Ele, Elias, Markus, Jule und Käptn. Wenn der Käptn so weitermacht, wird er als erste Passivflasche den kompletten Grand-Slam schaffen. Kompliment! Und schade eigentlich, dass nicht alle so eine Verbundenheit an den Tag legen.

Womit wir beim letzten Punkt wären: Die zuverlässigen Abwehrstrategen Christian und Wittich haben auch auf dem Platz Verantwortung übernommen und während des ganzen Turniers überragend und fair verteidigt. Christian findet, so was müsse auch mal erwähnt werden. Hiermit geschehen. Und auf ein Neues in Wall 2011.

Glashaus

Hier geht's zu den Glashaus-Bildern und hier zu denen aus Egling

Doppeltriumph! Erschte Plätze
hüben wie drüben
Notiert am Dienstag, 15. Juni

"Erschter, eigentlich wie immer...", hieß es am Sonntagnachmittag gegen 17 Uhr, "...die Flinken Flaschen!" Nicht nur unsere Freunde vom FFC Glashaus haben sich inzwischen an das unvermeidliche Szenario gewöhnt: Der Seriensieger ihres Oberstenfelder Turnierklassikers spricht einen schwäbisch-bayerisch-türkischen Sprachmix, neuerdings ergänzt durch lustige Brabbellaute ("Bbblllrrrzzz!"). Er verteilt auf dem Weg zum Titel freundliche Gastgeschenke (3:4 nach 2:0-Führung - eieiei). Und er lässt traditionell das wichtigste Utensil auf dem Tresen der Asar-Bar stehen: den Wanderpokal.

Bereits zum 7. Mal haben wir unser Lieblingsturnier am Sonntag gewonnen, doch wichtiger als das bewährte Siegerset aus Blechpokal und Rosewein ist: Es hat sich mal wieder die erweiterte Flinke-Flaschen-Familie zusammengefunden und ein überaus entspanntes Wochenende miteinander verbracht. Vorne wurde wie gewohnt osmanisch geballert, hinten teutonisch verteidigt, und am Spielfeldrand fanden sich ein: Immer mehr Spielerfrauen (Hosgeldiniz Özlem und Sümeyye), Spielerbabys (Nicolas und Elias, Glashaus-Seriensieger ab 2028), Spielermütter, Spielermütterhunde und Alttorjägerväter (Karl Albrecht) - sogar der Käptn, unser verdienter Ex-Spielmacher, ist spontan aufgekreuzt und hat ein neues Pädagogikkonzept vorgestellt: Flucht vor den Hausaufgaben. Denn: "Die Neele hatte so viel auf..."

Dann doch lieber: Dinkelacker-Arithmetik im Festzelt ("Eins trink mer noch!"), Heimatkunde in Rio (zwischen dem großen Schweiger Paul und dröhnend lauten Showlights), Schwäbisch für Anfänger ("Do handa gibt's Märkle") und Mengenlehre in Fatihs Vereinsheim. Dort hat zu nächtlicher Stunde auch Wittich eine Lektion Mathe-Nachhilfe erhalten, als er von Fatih beim gerechten (?) Aufteilen der Pokerchips lernen musste, dass ein türkisches Drittel mehr ist als ein deutsches. Nur Lippi hatte zu dieser Zeit bereits ein (Wild-)Brett vor dem Kopf. Sein Gemütszustand beim Denkfix im Matratzenklager: B wie bräsig. Alles also wie immer?

Nicht ganz. Nahezu zeitgleich hat sich am Wochenende nämlich Historisches ereignet, denn auch in der 260 km entfernten Bodensee-Gemeinde Bodolz hieß es: Erschter Platz: Die Flinken Flaschen. Wie kann das sein? Ganz einfach. Die Filiale Lindau ist inzwischen so gut aufgestellt, dass sie die Mithilfe des Teamchefs gar nicht mehr benötigt. Bereits am Samstag, 24 Stunden vor dem Triumph der Urflaschen, meldete Sven, der das Franchise-Unternehmen am Bodensee anleitete: Bodolz-Titel verteidigt!

Interessanterweise lesen sich die Zahlen der Lindauer Filiale noch imposanter als die der diesmal abwehrschwachen Glashaus-Fraktion, aber das spielt keine Rolle. Rekorde wurden hüben (9:0 der Lindauer zum Auftakt) wie drüben (18 Ahmet-Tore in O'feld) vermeldet, und was die Feiermoral betrifft, da gab es weder am Bodensee noch im Bottwartal einen Grund zur Klage. Da halten sich Flinke Flaschen gleich welcher Herkunft an den alten Bibelspruch: Die Erschten werden die Letzten sein.


Bereits jetzt in der Fotogalerie ("Photos") zu sehen: Die ersten Impressionen vom Glashaus-Turnier und die Bilderstrecke vom Kleinfeld-Auftakt in Egling.

Lippi
Vollversammlung in Lippis Metallrechteck
Notiert am Montag, 19. April

Neues von Lippis Montagskick: Die Werbung auf der flinkeflaschen-Homepage war so erfolgreich, dass sich die Teilnehmerzahl schon wieder vervierfacht hat. Wir erinnern uns: In seinen Gedanken dribbelte Lippi vorigen Montag alleine über den Rasenplatz an der Gaissacher Straße. Dann fanden sich doch vier Flaschen zur Premiere ein. Gestern waren es bereits stolze 16. Im Falle eines RBL-Spiels, wie früher um diese Jahreszeit üblich, hätte das bedeutet: Vollzähliges Großfeldteam plus fünf Mann auf der Ersatzbank. Aber: Ist doch vorbei jetzt. Hinterher jammern bringt nix.

Freuen wir uns lieber über den munteren Kick an einem lauen Aprilabend. Ruckzuck standen sich zwei Teams gegenüber, 8 gegen 8, dunkle Leiberl gegen kunterbunte, und das Beste: Flinke Flaschen gegen Flinke Flaschen. Die hochkarätig besetzte Veranstaltung endete mit einem verdienten 5:4-Erfolg der Kunterbunten, wobei den Siegtreffer aus Versehen der Teamchef erzielte, nachdem er seine ersten Bälle dem "Gegner" in die Beine gespielt und bei der dritten Aktion Michi das Erfolgserlebnis eines Tunnels ermöglicht hat. Flaschen sind eben nett zueinander. Und bestimmt wäre in der einbrechenden Dunkelheit noch das schiedlich-friedliche 5:5 gefallen, aber Ruben zog es vor, den Kick mittels eines beherzten Schusses aufs Hallendach zu beenden. War vielleicht besser so. Am Ende hätte sich noch jemand verletzt.

Schon jetzt lässt sich sagen: Der neue Montagskick hat sich etabliert - wohl auch wegen der nach hinten verlegten Anstoßzeit (19.30 Uhr). Mit leichter Sorge müssen wir jedoch in die Zukunft blicken. Was, wenn sich die Teilnehmerzahl weiter Woche für Woche vervierfacht? Nächsten Montag stünden dann bereits 64 Flaschen auf dem Platz, am 3. Mai wären es 256, am 10. März 1024 und immer so weiter... Spätestens am ersten Montag nach der WM, wenn sich die erwarteten 268 Millionen Flaschen in Lippis Metallrechteck quetschen und wie bei der Käfighaltung die ersten Seuchen ausbrechen, sollte man über einen Teilnehmerstopp nachdenken. Man muss sie Sache aber auch positiv sehen: Sollte auch künftig jeder Montagskicker brav seine 5 Euro Jahresgebühr entrichten, wären die Flinken Flaschen innerhalb weniger Wochen ein wohlhabender Verein.

Team dunkel: Lippi, Schützmichl, Flo K., Michi S., Tia, Sergio, Tobi A. und ein unbekannter Teilnehmer.
Team kunterbunt: Stocki, Jürgen M., Tom, Reichlix, Alex W., Ruben, Uli und ein unbekannter Teilnehmer.

Rasen
Neuer Flaschen-Pflichttermin: Lippis Montags-Kleinfeldkick
Notiert am Montag, 12. April

Angetreten ist er mit dem Ziel, das Flaggschiff des Münchner Freizeitfußballs nach Jahrzehnten des Herumirrens in eine Art Heimathafen zu steuern. Bei diesem ehrgeizigen Vorhaben ließ sich der Spaßbeauftragte der Flinken Flaschen durch nichts beirren, nicht mal von einer Flut kurzfristiger Absagen. "Ich fahr da jetzt hin, und wenn ich mich alleine eineinhalb Stunden auf den Platz stelle und gegen mich selber spiele", rief Lippi trotzig ins Telefon, was die Ernsthaftigkeit seiner Mission noch einmal bekräftigte.

Ganz so schlimm ist es dann nicht gekommen, im Gegenteil. Als der Teamchef um 19.15 Uhr pflichtschuldig an der Schulsportanlage in der Gaissacherstraße vorbeiradelte, um sich solidarisch mit dem tapferen Organisator des künftigen Montagskicks zu zeigen, bot sich das folgende Bild: Vier Flinke Flaschen, also viermal so viele wie erwartet, jagten drei Bällen hinterher (drei mehr als erwartet), und alle Beteiligten, also die Spieler, schienen jede Menge Spaß zu haben.

Nach einer Stippvististe, die kurz ausfiel, weil es dem am Steinboden sitzenden Teamchef (Turnbeutel vergessen...) kalt am Arsch wurde, lässt sich feststellen: Kompliment Lippi, super getroffen! Auf dem feinen, umzäunten Schulsportplatz, idyllisch zwischen Heizkraftwerk Süd und dem Orterer-Getränkemarkt Implerstraße gelegen, könnten wir tatsächlich heimisch werden, zumindest an den Montagabenden von April bis Oktober, von 18.30 und 20 Uhr.

Noch netter könnte es werden, wenn sich mal mehr Leute rechtzeitig von der Arbeit loseisen als die unentwegten Vier am Montagabend. Die Tatsache, dass mit Alex Wiedemann und Überraschungsrückkehrer Stocki gleich zwei ehemalige Kreuzbandpatienten über den Platz grätschten, zeigt: Der Untergrund genügt orthopädischen Ansprüchen, er federt selbst Erschütterungen von Torhüter-Schwergewicht Murat gut ab. Bereit stehen übrigens auch zwei verschiebbare E-Jugendtore, mit denen sich perfekt für die bevorstehende Kleinfeldsaison üben lässt.

Am Premierenabend wurde sehr klassisch gespielt - mit vier Schuhen als Toren. Ganz so wie 1989, als die Flinken Flaschen letztmals so etwas wie einen Heimplatz hatten. Damals noch im württembergischen Beilstein. Lange vor dem ersten Turnier - und lange vor dem Platzbeauftragten Lippi.

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Endlich: Aufstieg zu
Fünf-Sterne-Flaschen
Notiert am Mittwoch, 17. März

Langjährige Beobachter wussten, dass es irgendwann so kommen würde. Für Insider war es nur eine Frage der Zeit. Selbst Skeptikern war klar, dass er nicht aufzuhalten sein würde: der Einzug der Flinken Flaschen in die Champions League. Zumindest: in die Champions League der Hotellerie.

Seit heute, exakt vier Monate vor dem Projekt Titelverteidigung in Arosa, steht fest: Wir steigen zu Fünf-Sterne-Flaschen auf. Unsere Unterkunft im feudalen Hotel Kulm, gebucht über die Fünf-Sterne-Homepage des Kaffeerösters Tchibo, ist die logische Fortführung einer Entwicklung. Diese fing 2003 bis 2005 mit Aufenthalten in den spartanischen Stockbetten der Jugendherberge Arosa an, führte uns über das zweckmäßig eingerichtete Ein-Sterne-Etablissement "Beau Rivage" (2006) zum Mittelklasseschuppen Alpina (2007/08) - und nun über die in jeder Hinsicht empfehlenswerte Vorstufe des lässigen Seehof-Hotels (2009) direkt in den Olymp namens Kulm. Das erste Haus am Platz beherbergt die erste Mannschaft des letztjährigen "Grümpis" - auch in dieser Hinsicht wirkt die neue Allianz schlüssig und angemessen.

Falls uns Arosa auch dieses Jahr mit Wetterkapriolen, Schnee oder gar Sandsturm überrascht: Uns doch egal! Wir haben dann die Möglichkeit, unseren "Seelen und unserem Geist Harmonie verleihen" zu lassen und "entspannt durch den eigenen Körper zu wandern". Wahlweise könnten wir uns auch "Zeit nehmen, um neue Energien zu entfalten" oder uns "sanften Händen, wohlriechenden Düften, verführerischen Klängen und den vielfältigen Fomen des angenehmen Seins hinzugeben." All das verspricht der Werbeprospekt des hoteleigenen "Alpinspa", und der Teamchef kann aus eigener Erfahrung bestätigen: Es lässt sich durchaus aushalten, im selbstverständlich inkludierten Wellnessbereich des Kulm-Hotels.

Freuen dürfen wir uns aber auch auf die folgenden Annehmlichkeiten: auf den Willkommensapero, die Flasche Prosecco zur Begrüßung, das reichhaltige Frühstücksbüffet, die "Teatime" (zum Regenerieren nach der Calanda-Gruppe), und nicht zu vegessen - auf den flauschigen Leihbademantel und die Badeschuhe, die das Gesamt-Wohlfühlpaket abrunden.

So viel zum Atmosphärischen. Das sportliche Rahmenprogramm wird in Kürze bekannt gegeben. Angedacht ist, den Aufenthalt am dazu gewonnenen Montag mit einer Höhenwanderung nach Lenzerheide zu krönen. Herzlichen Glückwunsch noch mal allen, die es geschafft haben, sich so früh festzulegen. Jetzt müssen nur noch Fatih, Ceyhan, Ahmet und Murat den Buchungsbutton finden, um unser Projekt Titelverteidigung auf realistischere Beine zu stellen. Andernfalls könnten wir mehr Zeit für unsere Wohlfühloase haben, als uns lieb ist. .

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MHL-Auftakt mit den
üblichen Niederlagen
Notiert am Sonntag, 24. Januar

Eben noch am Pokertisch, ein paar Stunden später in der Soccer-Halle – da war natürlich kein Hauptgewinn zu erwarten. Den Jackpot haben beim Start ins neue Fußballjahr andere geknackt. Uns „Flushen“ blieben beim MHL-Turnier in Moosach: Jede Menge knappe Niederlagen, eine volldepperte Rudelbildung mit südosteuropäischer "Schlischtung" - und drei gerissene Bänder im Knöchel von Tobi Altschäffl.

Wie so oft, wenn die Aufstellung Großes erwarten ließ, kam am Ende eher Kleines dabei raus. In diesem Fall: ein gerade noch einstelliger Tabellenplatz im top besetzten Zehner(!)feld. Irritierend ist, dass manches MHL-Duell immer mit dem gleichen Ergebnis endet – egal, wer bei uns auf dem Spielfeld steht. Immer im Programm: die 1:2-Niederlage gegen Stolle, das 0:3 gegen die Park Rangers – und die Pleite gegen die Bayern Champs, diesmal nur mit einem Tor Unterschied. Seltsam das alles.

Zum Glück war wenigstens die Großfahndung nach dem ersten Torschützen im drittletzten Spiel erfolgreich. Keiner wollt’s gewesen sein – ein Novum in der bald 21-jährigen Vereinsgeschichte, genauso wie die unerklärliche Schludrigkeit des Teamchefs. Das Ausschlussprinzip und eine Vollbefragung an Reichlix‘ Geburtstag führten schließlich zu einem Hauptverdächtigen, der sich bereits ins Allgäu abgesetzt hatte, aber aufgrund der erdrückenden Beweislast dingfest gemacht werden konnte. Gegen 22.30 Uhr lieferte er ein Geständnis ab. „Ja, ich war’s“, meldete Flo Bauer aus der Schwangauer Königstherme, „volley links unten rein.“ Damit hat wenigstens die Statistik ihre Richtigkeit. Ein kleiner Trost an einem eher überflüssigen Turniertag!

Der Teamchef wünscht Tobi gute Besserung, Reichlix auch auf diesem Wege alles Gute zum Geburtstag - und sich selber wünscht er, dass bald Sommer wird. Halle kann ganz schön nerven.

Nachgelesen - Ein Streifzug durchs Jubiläumsjahr
Notiert am Montag, 28. Dezember

Ein wenig voreilig wurde im Beitrag vom
16. Dezember der erfolgreiche Abschluss des Spiel- und Feierjahres 2009 verkündet. Voreilig weil: Da kam noch was...

Der Übereifer des Teamchefs hat uns ein allerletztes Hallenturnier beschert, und dieses war - wie bereits angedeutet: das Allerletzte. Sportlich gesehen zumindest. Die Ergebnisse in der nach oben offenen Ludwigsburg-Skala (0:6, 0:3, 3:2, 1:4) täuschen allerdings ein wenig darüber hinweg, dass die Filiale Lindau dennoch einigen Spaß hatte mit einem erfreulich straffen Turnierablauf und dem durchaus trinkbaren Postbier. Abgesehen vom trostlosen Abschneiden gegen bemerkenswert übermächtige Gegner war es ein wirklich schöner Ausflug ins weihnachtlich verschneite Weiler.

Und nun können wir es wirklich zu den Akten legen, das 20. Jahr der Vereinsgeschichte. Was es uns gebracht hat? Wie schon angedeutet: Viel Spaß, viel Feierei - und zum Teil erstaunliche Ergebnisse. Hier noch mal ein kurzer Rückblick.

Torflut: Viel hat nicht gefehlt, und wir hätten gleich zwei Torrekorde aufgestellt. Mit 243 Treffern waren die Flinken Flaschen zielsicher wie selten zuvor (2005 waren es sogar 262 Treffer), allerdings ging der Sturm und Drang mitunter nach hinten los. Nie erreichte 202 Gegentreffer waren es am Ende, was zum Fazit führt: Murat, du musst schleunigst wieder fit werden!

Ohne unseren allseits geschätzten Stammgoalie (hatte Rücken) durften wir zwar viele freundliche Aushilfen kennen lernen, denen wir in wehrlosen Momenten das Torwarttrikot übergestreift haben. Andererseits hat sich gezeigt, dass unsere Hintermannschaft ohne Murats korrigierende Grantelei zu einem gewissen Leichtsinn neigt. Und noch eine statistische Randnotiz: Noch nie gab es in einem Jahr so viele verschiedene Torschützen. 40 Flaschen und vier gegnerische Eigentorschützen trugen sich in die Liste ein.

Stammgäste auf dem Podest: Was passiert, wenn Murat fit ist und die Abwehr mit ihm über sich hinauswächst, hat man in Arosa gesehen. Im unserem siebten (und Murats erstem) Anlauf hat's dort endlich geklappt mit dem Titel. Das Glück, das wir dort im finalen Siebenmeterschießen hatten, hat im Endspiel von Ismaning gefeht, doch auch so kann sich die Podestquote sehen lassen: Dreimal Erster, viermal Zweiter, dreimal Dritter. Bemerkenswert: Die oft glücklose Filiale Lindau hat zum zweíten Mal nach 2003 in Bodolz triumphiert. Ebenfalls bemerkenswert: Beim eigenen Turnier gab's gleich zwei Stockerlplätze, und bei sechs MHL-Teilnahmen waren wir immerhin dreimal vorne dabei.

Überhaupt die MHL. Wie gut, dass es sie gibt. Die Möglichkeit, in der eigenen Stadt an einem halben Tag viel Restalkohol rauszuschwitzen, schätzen immer mehr Mitspieler. Nie zuvor waren wir so häufig dabei (fünfmal draußen, einmal in der Halle), und nie zuvor wurden Flinke Flaschen so frenetisch gefeiert wie beim freundlichen Orterer-Markt um die Ecke, wo das dreckige Ayinger-Trikot Effekte auslöst, die man sonst nur von Boygroup-Konzerten kennnt. Vielen Dank noch mal für den überschwänglichen Empfang - und für all die wunderbaren Geschenke!

Abpfiff: So erquicklich die MHL, so unerquicklich die Entwicklung in der RBL. Nach 14 abwechslungsreichen Jahren in der Royal Bavarian Liga scheint unsere Großfeldmannschaft endgültig ausgespielt zu haben. Wer mal damit betraut war, weiß, wie mühsam es war, Mitspieler, Termine, Plätze und Schiedsrichter in Einklang zu bringen, nun hat die RBL-Leitung für uns entschieden: Flasche leer - und uns aus der Wertung genommen.

Die Schnellanalyse der Sportlichen Leitung hat ergeben: Wir sind zu behäbig geworden – und zu verletzungsanfällig. Ohne einen festen Stamm, den wir mit Mina; Pali, Jonas und Co. jahrelang hatten, ergibt die Teilnahme keinen Sinn mehr. Schad drum, aber es war kein plötzliches, sondern ein mehr als schleichendes Ableben. Wer nicht vom Großfeld lassen will, kann sich mit einer Sondererlaubnis den Sportfreunden Isarau anschließen, die suchen dringend Leute. Oder unseren Freunden von Dynamo Genschmen, die eine zweite Mannschaft anstreben.

Bleibt noch zu erwähnen der Höhepunkt des Jubiläumsjahres: das Jubiläumsturnier an sich. Jeder, der am 26. September in Aying dabei war, Helmuts Freibier getrunken, den tollen Ayinger Rasen beackert und die entspannte Atmosphäre genossen hat, dürfte sich den 26. September 2039 bereits vorgemerkt haben. Für diesen Tag ist das 50-jährige Jubiläum vorgesehen. Für alle, die nicht so lange warten wollen: Vielleicht feiern wir 2010 in ähnlichem Stil das 21-Jährige. Es ist nicht auszuschließen, dass wir das Jubiläumsturnier zur Dauereinrichtung machen.

Der Teamchef wünscht allen Flaschen: Einen guten Rutsch!

Willkommen Blocker
Querschüsse zum Ausklang
des Jubiläumsjahres
Notiert am Mittwoch, 16. Dezember

Mit einem verunglückten Schuss von der Siebenmeterlinie und einem verunglückten Dialog unterhalb der Gürtellinie ist das Jubiläumsjahr der Flinken Flaschen zuende gegangen.
23 Sekunden haben gefehlt, und ein spektakuläres Jahresabschlussturnier in Ismaning hätte uns einen weiteren Titel beschert (3:5 i.E. im Finale gegen die veranstaltenden Sportfreunde Isarau).
2, 3 Schluck Bier waren zuviel, sonst wäre eine spektakuläre Jahresabschlussrallye auch dem letzten Wirt in harmonischer Erinnerung geblieben.

Der Reihe nach. Die vierte Ayinger-Rallye hat mal wieder mehr geboten, als in einen kleinen Gutscheinblock hineinpasst: Erlesenes Teilnehmerfeld, hohe Witzquote, furiose Debütanten. Bis zur vollidiotischen Idee einiger Teilnehmer, die Jodlerwirt-Etappe gleich zweimal anzusteuern (als Schwarzfahrer noch dazu), verlief alles nach Plan. Das heißt: fast alles.

Teilnehmer G., ein an sich erfahrener Rallyestarter, fiel schon bei der verregneten Auftaktetappe durch einen windigen Täuschungsversuch auf. G. wollte sich auf die ganz dreiste Tour einen kräftesparenden Vorteil erschleichen und die Strecke zwischen Hacienda und
3-Groschen-Keller im Begleitfahrzeug  von OK-Chef Rainer Glück zurücklegen. Aber: Nicht mit dem Spielleiter, der dieses verwerfliche Manöver natürlich umgehend durchschaut hat („Hackl, aussteigen!“) und scharf androhte, G. eine Sonderwertungsprüfung auf die Leber zu drücken („Strafschnaps!“). Ordnung muss sein. Ordnungsruf manchmal auch.

Damit sich derartige Unsportlichkeiten nicht wiederholen, wurde zwischen dem vierten und fünften Kellerbier sechsstimmig beschlossen, die laufintensive dritte Etappe gleich mal aus dem Programm zu nehmen. Eine vollkommen richtige Bauchentscheidung des Hauptfeldes, das sich die Verlängerung im 3-Groschen-Keller mit schmackvollen Fleischpflanzerln und geschmacklosen Herrenwitzen vertrieb. Was für ein Glück, dass Rainer über Insiderkenntnissen verfügt  („Im Zoozies ist sowieso 'ne Weihnachtsfeier“).

Die spontane Umleitung hat nämlich dazu geführt, dass das Trio der Spätstarter und das Aachener Duo der Ganz-Spätstarter im überfüllten und von uns großräumig umkurvten Zoozies erst mal alleine auf sich gestellt war mit seiner Unterhopfung. Wie heißt es seit Gorbi? Wer zu spät kommt, den bestraft die Leber.

Gruppenzusammenführung dann in der Gute-Nacht-Wurst, die ihren Namen zu Unrecht trägt. Von wegen Gute Nacht! Jetzt ging es erst richtig los. Schnelle Wurst, schnelles Bier, schnelles Tischerücken - und mit Vollgas weiter.

Vollgas, weil ab dem KsarBarclub auch schwerer Sprit dazugetankt wurde und leicht bekleidete Mädels ins Spiel kamen. Respekt, Helmut! Nach seiner 18-Hülsen-Nummer von 2008 hat er sich mit den ersten beiden Groupies in seiner Brauereidirektorenkarriere erneut einen eindrucksvollen Abgang verschafft.

Eine erfreuliche Überraschung wartete aber nicht nur im KsarBarclub, den Helmut gerade noch rechtzeitig auf Ayinger umgestellt hatte, sondern auch im Smollenskis Balloon, wo unaufgefordert eine Riesenplatte mit Häppchen aufgetischt wurde. Danke, Rainer! Und als Anregung für nächstes Jahr: Einwegrasierer dazustellen. Michis Bart wächst schneller, als ein Wittich trinken kann.

Das Finale der Rallye mit den Stationen Jodlerwirt und Pusser’s Bar ist dann schnell erzählt, weil sich plötzlich Nebel auf die Strecke und auch über die Erinnerungen legte (sagen wir jetzt einfach mal).

Georg leistete sich eine weitere kleine Entgleisung, indem er der Bedienung – ratsch! – das bereits abgezählte Trinkgeld entriss („5 Euro, stimmt so … Halt! Stimmt überhaupt nicht!“). Wobei: Recht hat er! Gerade im Jodlerwirt klafft die Schere zwischen Getränkegröße (0,3 l) und Preis (4,10 Euro) immer weiter auseinander, was dazu führen könnte, dass nicht nur der deutschkritische Nebensitzer aus dem fernen Osten hier nicht mehr so schnell einkehren wird.

Ihm und allen anderen Nachteulen sei ein Besuch der Pusser’s Bar empfohlen, wo man noch viel Bier für seinen Sixthof bekommt. Vorausgesetzt man akzeptiert den zugewiesenen Sitzplatz.

Teilnehmer: Georg, Helmut, Michi K., Rainer G., Reichlix, Spielleiter (Hauptfeld), Mina, Tom, Wittich (ab 3. Etappe), Flo B., Pontzinho (ebenso), JungerKollege (Kontrollbesuch auf vorletzter Etappe).

Bilderstrecke folgt.

Rallye-Profil

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Ayinger Rallye 2009: Zu Fuß durch die Innenstadt.
Notiert am Samstag, 14. November

Eine kurze Verschnaufpause nach dem Höhepunkt. Das ist nicht unüblich, dafür muss man sich nicht schämen. Herrlich war unsere Zwanzigjahrfeier, aber das Flinke-Flaschen-Leben geht weiter. Wir starten gut erholt in die nächsten Dekaden - erfreulicherweise mit einer weiteren Feierlichkeit. Kurzum: Die 4. Ayinger-Rallye steht an!

Ruanda. Lenzerheide. Seminare. Wichtelabend. Selten war es so schwierig, einen Termin zu finden. Was tun, wenn der Dezember gewünscht wird, aber sämtliche Wochenenden blockiert sind? Nach ewigem Hin und Her hatte Helmut den rettenden Einfall: "Warum nicht mal ein Donnerstag?" Ja, warum eigentlich nicht? Wenn schon der Hauptsponsor das Risiko eingeht, verkatert über wichtige Brauereimaßnahmen zu wachen (Ansetzen des Frühlingsbiers!), gehen dem kleinen Angestellten die Gegenargumente aus. Also: Marschiert wird dieses Jahr am Donnerstag, 10. Dezember. Das ist unumstößlich.

Marschieren ist übrigens durchaus wörtlich gemeint. Dem Organisationskomitee ist es gelungen, einen Streckenplan zu konzipieren, der komplett zu Fuß zu bewältigen ist. Neues wird dabei mit Altbewährtem gemischt. Bestens bekannt sind die Start- und Abschlussetappen, dazwischen gibt es verheißungsvoll klingende Lokalitäten zu entdecken. Uriges (3-Groschen-Keller), Deftiges (Gute-Nacht-Wurst), Szeniges (Ksar Barclub), Geheimnisvolles (Smollenski's Ballon) - für jeden Geschmack was dabei.Karte

Detaillierte Zeit- und Streckenpläne sind der Orga-Seite sowie der Karte zur rechten zu entnehmen, Anmeldungen ab sofort möglich.

Das Teilnehmerfeld bisher:
Helmut
Schützmichl
Spielleiter
Uli
Schlaubi (bis zur letzten Regionalbahn)
Wittich
Reichlix
Tom
JungerKollege
Michi Kaltenecker

Jubiläums-Serie

Hier geht's zum letzten Teil der spektakulären Jubiläums-Bilderserie

20 Jahre Flinke Flaschen
von Bernhard Gruber
Notiert am Montag, 5. Oktober

Jubiläumsfeiern sind ja so eine Sache – oftmals enden sie mit Verstimmungen, wenn nicht im zwischenmenschlichen Bereich, so doch meistens im Verdauungstrakt. Was also war zu erwarten anlässlich des
20-jährigen Bestehens einer Fußballertruppe, die ihren Vereinssitz aus rein wirtschaftlichen Gründen von Beilstein nach München und inzwischen nach Aying verlegt hat?

Der Reihe nach: Am 26. September 2009 traf sich mittags ab 12:00 Uhr auf dem flachen Ayinger Land eine Gruppe meist nicht mehr ganz so junger Männer mit nicht mehr ganz intakten Körpern, um Fußball zu spielen und Bier zu trinken. Das Wetter war – typisch für Aying – erst naturtrüb, um dann in ein strahlendes Frühlingsbier-hell aufzuklaren. Alles war angerichtet.

Nach großem Begrüßungs-Hallo der diversen Teammitglieder, die sich zum Teil seit langem nicht mehr gesehen haben, zum Teil bisher noch gar nicht kennen gelernt haben, ging es zu den wichtigen Dingen des Lebens über:

a) Ansprache des Teamchefs
b) Anzapfen durch den Hauptsponsor
c) Auslosen der Flaschen-Teams durch den Team-Nachwuchs.

Nachdem im Zuge der Auslosung auch dem Letzten klar wurde, dass das mit dem Kicken nun doch mehr als ein Vorwand fürs Biertrinken war, und sich nun in Schale zu werfen an der Zeit ist, wurde das Turnier eröffnet durch einen Vertreter der schwarzen Zunft.

Gleich zu Beginn des Turniers zeigte sich, dass der menschliche Körper nach Jahren des Raubbaus seinen Tribut fordert: So fiel erst Harry aus (Muskel hat zugemacht), dann Rubi (Achillessehne hat „zack“ gemacht). Gut, dass wenigstens ein Beinahe-Arzt (Schützmichl) und ein Pfleger (-Sepp) vor Ort waren. Traurig, mitansehen zu müssen, dass der Kader durch den Einsatz emsiger Sanitäter dezimiert wurde. Aber – und das war irgendwie auch beruhigend – selbst im Schmerz zeigt die Flasche ihre wahre Größe: Unvergesslich, wie Sportsfreund Rubi mit Pornobrille und schmunzelndem Gesichtsausdruck die zwei Sanitäter bei ihren verzweifelten Bemühungen beobachtete, die 95 Kilo Lebendgewicht auf die Trage zu stemmen.

Warum aygentlich Aying? Diese Frage hat sich so manche Alt-Flasche gestellt. War es eine rein kommerzielle Entscheidung? Hat der Sponsor nicht nur das Team, sondern gleich auch das Jubiläumsturnier gekauft? Nach der spektakulären Übernahme von youtube und facebook nun ein weiterer Wirtschaftscoup? Ein genialer Schachzug von Ayinger-Bräu, um auf dem schwer umkämpften Markt der social communities Fuß zu fassen? Weit gefehlt!

Im Verlauf der Begrüßung durch Teamchef Uli ist schnell klar geworden, warum Aying und nicht etwa Beilstein oder München der Ort der Bestimmung ist. Der Grund ist – wie sollte es auch anders sein – eher transzendentaler Natur: So wie der Hindu sich das Nirwana als finalen Zustand der Reinkarnation vorstellt, so wie der Buddhist die Einheit von Jing und Jang als höchste Form der seelischen Harmonie anstrebt – so ist für Herrn Kellner und sein Flaschenensemble die Einheit von Ay und Jing der Idealzustand der Seele. Hier sieht er sein Karma-Malz auf der höchsten Stufe der menschlichen Existenz erfüllt. Das treibt ihn an zu körperlichen Höchstleistungen: so etwa zum kolportierten Traumtor, das leider nur von ausgewählten Jüngern beobachtet wurde, die den Ball mit gebetsmühlenhaften „Jetzt geh’ halt rein“-Bitten ins Kreuzeck gewünscht haben, auf dass des Teamchefs Seele und Torquote nun endlich Ruhe finden mögen im seligen Aying.

Es treten in loser Folge auf: Menschen mit schnittigen Verkleidungen in Form von schicken Orthesen der Marke Don-Joy et al. Ferner solche mit Melonen-Trikots und solche mit selbst bemalten, Hand-gebatikten, Atmungs-passiven Jerseys aus grauer Vorzeit. Was verbindet diese Menschen? Was führt sie an diesem Ort zusammen am Tag vor einer richtungsweisenden Bundestagswahl, wo der Besuch von informativen Wahlkampfveranstaltungen doch erste Bürgerpflicht wäre? Diese Menschen haben anscheinend schon gewählt: Es ist dies die landesweite große Koalition aus Bier und Fußball.

Aber auch in Aying bleiben die wichtigen, gesellschaftspolitischen Themen nicht außen vor: die demografische Katastrophe in Form einer überalterten Gesell-/Mannschaft; explodierende Kosten im Gesundheitswesen durch Sportverletzungen, etc. Was kann hier Anlass zur Hoffnung geben? Ziemlich viel, so kann man sagen, angesichts eines seltsamen Turnierverlaufs: So gibt es nicht nur den jüngsten Torschützen in der Flaschen-Geschichte zu verzeichnen (mit vier „Glocken“ – O-Ton Käptn - in einem Turnier, womit die Quote manches der Altvorderen locker eingestellt wurde), nein auch eine Reihe von jungen Qualitätsfußballern wie Ralph, Nacho und anderen, die Anlass für die Hoffnung auf eine goldene Zukunft geben. Wobei an dieser Stelle durchaus erwähnt werden darf, dass die junge Garde noch gewisse Defizite aufweist: So war etwa dem Sportsfreund Frieder noch eine gewisse fehlende Wettkampfhärte anzumerken. Nur dank der großzügigen Regelauslegung durch den Unparteiischen Murat konnte eine eigentlich unumgängliche Verwarnung wegen unsportlichen Verhaltens (vulgo: Schwalbe) im Spiel gegen die Wambos vermieden werden. Merke: Anders als beim Golf ist beim Fußball meistens der Gegenspieler der Schläger. Aber ungeachtet etwaiger Misstöne: Hier wächst etwas zusammen. Auch wenn inakzeptable Laktat-Werte (Ceyhan), ein inakzeptabler Body-Mass-Index (Ceyhan) und ein inakzeptabler Free-Mass-Index (Helmut) manchem Beobachter die Schweißperlen und die Sorgenfalten auf die Stirn trieben.

Leidige Chronistenpflicht: am Ende hatten – wie die Prognosen vorausgesehen haben – die Genschmänner die Ohren vorn – um damit das Wahlergebnis vom kommenden Sonntag vorwegzunehmen. Gelb war die Farbe der Sieger, während vier Flaschen-Teams, ein Melonen- und ein Glashaus-Team das Nachsehen hatten. Aber was heißt hier Nachsehen? Nach 20 Jahren Flinke-Flaschen muss es eher heißen: Es gab keine Sieger, nur Überlebende. Und die, die dabei waren, haben noch lange nach Turnierende von alten Zeiten geschwärmt („Weißt Du noch, damals….“) und von neuen Zeiten geschwärmt („Geil, dass die Bayern heut’ in Hamburg eins aufn Sack bekommen…“).

Eine Grußbotschaft erreichte die Flaschen-Equipe derweil aus Frankfurt, wo Herr Adorno dem feierlichen Anlass gemäß säuselte: „Es gibt kein richtiges Leben ohne Flaschen.“ Wie wahr. Und die, das hat man unlängst in Aying mit ansehen dürfen, die, die kriegen den Hals auch nach 20 Jahren noch nicht voll! Zum Wohl!

Jubiläums-Serie

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Dritte Bilderstrecke online:
Die Festgesellschaft in Bewegung
Notiert am Freitag, 2. Oktober

Im dritten Teil unserer Jubiläumsnachlese heißt es heute: Uuuuuuunnnddd Äccctschn! Die ganze Dynamik, die unglaubliche Flinkheit und auch die Melonigkeit der Turnierteilnehmer erschließt sich ja erst, wenn man die packendsten Szenen fotografisch anhält, ordentlich hinzoomt - sodass bemerkenswerte Schusstechniken, aber auch lustige Details zum Vorschein kommen. Hat sich Androsch auf der Wiesn ein paar Speckröllchen zugelegt? Wittich heimlich am Kopfballpendel trainiert? Was macht der Teamchef mit der Hose eines arglosen Genschmannes?

MaikFür die detailgetreue Auflösung zuständig: Maik Rosner, im Hauptberuf ja Platzbeauftragter, doch an der Kamera kann er noch mehr - wie zu sehen ist. Eigentlich ja auch kein Wunder: Wer schon die ganze Welt abgelichtet hat, vom Bielefelder Feierabendkicker (für Geld) bis zu afrikanischen Steppen (zum Spaß), der ist auch beim Flinke-Flaschen-Jubiläum ein gnadenloser Knipser - auf und neben dem Spielfeld. Ganz großes Kino, Maik!

Bisher erschienen:
1.) Teilnehmer (Wer so alles dabei war)
2.) Vorbereitungen (Wie alles begann)
3.) Bewegung! (Wenn Maik knipst)

In Teil 4 der Serie folgen: Das Drumherum.

Jubiläums-Serie

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Zweite Bilderstrecke online: Wie alles begann!
Notiert am Mittwoch, 30. September

Eine Zwanzigjahrfeier lässt sich nicht in einem Beitrag abhandeln - und schon gar nicht an einem Tag. Aus diesem Grunde hat sich die Homepage-Redaktion für die sog. Salami-Taktik entschieden. Die besten Schnappschüsse des großartigen Jubiläumsturniers im sonnigen Aying erscheinen ab heute täglich in der handlichen Häppchenform. Motto: Jeden Tag 10 bis 12 Foto-Impressionen zum Schwelgen und Ablachen. Bis das Ganze mit einem Qualitätsbeitrag aus der Edelfeder von Grubinho abgerundet wird. Viel Spaß!

Bisher erschienen:
1.) Teilnehmer (Wer so alles dabei war)
2.) Vorbereitungen (Wie alles begann)

In Teil 3 der Serie folgen: Sensationelle Actionbilder und Stilleben vom gelernten Sportfotografen Maik.

Jubiläums-Serie

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Erste Bilderstrecke online: Wer so alles dabei war
Notiert am Dienstag, 29. September

Eine Zwanzigjahrfeier lässt sich nicht in einem Beitrag abhandeln - und schon gar nicht an einem Tag. Aus diesem Grunde hat sich die Homepage-Redaktion für die sog. Salami-Taktik entschieden. Die besten Schnappschüsse des großartigen Jubiläumsturniers im sonnigen Aying erscheinen ab heute täglich in der handlichen Häppchenform. Motto: Jeden Tag 10 bis 12 Foto-Impressionen zum Schwelgen und Ablachen. Bis das Ganze mit einem Qualitätsbeitrag aus der Edelfeder von Grubinho abgerundet wird. Viel Spaß!

Furiose Rückkehr der Genschmänner
Notiert am Sonntag, 27. September

Es ist nicht bekannt, was Hans-Dietrich Genscher (82) in der langen Wahlnacht gemacht hat, doch vermutlich war die
FDP-Ikone sehr bewegt: Bestes Ergebnis aller Zeiten für seine Partei, seit zehn Jahren wieder Regierungsbeteiligung, das schwarz-gelbe Bündnis nur noch Formsache.

Genschers Partei feierte eine furiose Rückkehr an die Macht, doch eigentlich hatte sich das Wahlergebnis bereits am Vortag auf einem sonnigen Sportplatz in Aying abgezeichnet. Dort im sportlich fairen Wettstreit zu sehen: Starke Schwarz-Gelbe (Genschmänner), die sich offenbar an Westerwelles "Projekt 18" (Punkte) orientierten. Grün-Rote (Melonen), die ihre finale Niederlage (am Elfmeterpunkt) kaum schönreden konnten. Und (F)linke, die ihre Anhängerschaft zwar mobilisieren konnten, sich im 20. Jahr seit der Gründung aber als ausgesprochen heterogen erwiesen: Starke Doppelspitze (Team III und IV mit Vorstand und Vize), überschätzte Hinterbänkler an der Basis (II und I). Klar, dass es eine lange Nacht wurde im an die Sportanlage grenzenden Glashaus, wo man übrigens mit (Wahrnehmungs-)Verlusten im Promillebereich gerechnet hatte.

Das vorläufige amtliche Endergebnis der Ayinger Richtungswahlen im Überblick:

1. Dynamo Genschmen (18 P.)
2. Flinke Flaschen III (13)
3. Flinke Flaschen IV (9)
4. Melonen Wambos (9)
5. Flinke Flaschen II (8)
6. FFC Glashaus (3)
7. Flinke Flaschen I (1)

Wir gratulieren den siegreichen Genschmännern und kündigen hiermit einen ausführlichen Bericht samt Fotostrecke an (Details schon jetzt im Statistikteil).

Vielen Dank noch mal den freundlichen Ayinger Gastgebern (der Teamchef würde Schröder wählen!), Biersponsor Helmut, allen ehrenamtlichen Helfern und den Männern in Schwarz (nicht Seehofer und Co., sondern Mina, Käptn und Murat). Den beiden Verletzten Rubi und Harry von Herzen gute Besserung!

Ortsschild Aying
Vor dem Jubiläumsturnier:
Nachgefragt bei... Teamchef Uli
Notiert am Sonntag, 20. September

Herr Kellner, oder wie wollen Sie genannt werden? Teamchef? Präsident? Vorsitzender? Oberflasche?
Das überlasse ich Ihrer Fantasie. Letztlich bin ich ja ein Funktionärs-Chamäleon, passe meine Titel immer der jeweiligen Aufgabe an. In dieser Woche bin ich wohl als OK-Chef gefragt, am Samstag dann als Turnierleiter.

Sie geben das Stichwort: 20 Jahre Flinke Flaschen, am Samstag das große Jubiläumsturnier. Schon nervös?
Nervös nicht. Vorfreudig trifft es besser. Ich kann jetzt schon versprechen, dass das die Feier des Jahres wird. (Dreht an seinem Ehering und grinst) Okay, die Sportfeier des Jahres.

Was genau erwartet Spieler und Zuschauer am Samstag?
Der ganz normale Flinke-Flaschen-Wahnsinn. Spiele, Spiele, Spiele und Biere, Biere, Biere. Persönlicher Höhepunkt wird die Auslosung zu Turnierbeginn sein. Da hoffe ich, dass Losfee Mina ein glückliches Händchen hat. Mein persönliches Dreamteam hab ich bereits im Kopf....

Wie sähe das aus?
Bock im Tor, dazu Grubinho, Wittich, JungerKollege, Helmut und Georg. Dann wären alle Stationen meiner letzten zwei Dekaden abgebildet: Schule, BLM, Studium, Redaktion, Ayinger und Spaßgruppe. Nur so funktioniert's doch seit 20 Jahren: Wer nett ist, wird genötigt mitzuspielen - ob er uns nun auf dem Klo zuläuft wie Hatsch, auf dem Maifest wie Jonas oder über ein Schülerpraktikum wie Schlaubi, der damals erst 14 war.

Über welche Teamzusammenstellungen hätten Sie sich noch gefreut?
Die reizvollsten Teams gehen ja leider nicht zusammen. Gefreut hätte ich mich auf die kahlen Flaschen mit Spielleiter, Fatih, Reichlix und Großfeldgründungsflasche Hubsi. Auf die Rocker-Flaschen mit Velvi, Mo, Nic, Casi und Oxi. Auf die XXL-Flaschen um Murat, Nawid und Agnes. Auf graue Wölfe um Käptn und Müllerin. Und auf Golden Oldies mit Hörby und anderen äh Routiniers.

Warum wird da nix draus?
Leider gibt es einige Absagen und Verletzungen. Wir werden alle nicht jünger und die Terminkalender nicht leerer. Vielleicht gehen ja wenigstens die pfundigen Flaschen zusammen. Ceyhan, Reichlix, Georg, Helmut, Daniele und der Dicke - das hätte doch was. Wobei man dann Angst um zarter gebaute Gegenspieler haben müsste. Wenn die mal einen Linus in die Zange nehmen...

Heißt das, dass auch Kinder mitmachen dürfen?
Selbstverständlich. Das Ganze soll ja eher den Charakter eines Familientreffens haben. Kinder, Frauen, Rentner, Hunde - jeder ist willkommen.

Fürchten Sie keine Konkurrenz durch das parallel stattfindende Oktoberfest?
Ach, da mach' ich mir nicht die geringsten Sorgen. So wie ich die Stammflaschen kenne, waren die bis dahin eh sechs bis sieben Mal dort. Und ansonsten dürfte es Anreiz genug sein, dass bei uns nur Bier unseres großartigen Hauptsponsors ausgeschenkt wird. Ein edles Gebräu wie Ayinger sucht man auf der Wiesn vergeblich.

Auch der Geldbeutel könnte geschont werden. Angeblich soll es ja Freibier geben...
Davon ist auszugehen. So wie ich unseren Brauereidirektorfreund Helmut kenne, wird er sich nicht lumpen lassen. Ich rechne mit einer fantasievollen Zahl. 1989 Liter, passend zum Gründungsdatum. Oder
20 Liter, passend zum Jubiläum. Dazwischen wird es sich wohl bewegen.

Da braucht man eine gute Grundlage. Ist für die auch gesorgt?
Und ob. Selber stellen wir uns zwar nicht an den Grill, dazu reichen die Kapazitäten nicht. Aber der freundliche Wirt der angrenzenden Sportgaststätte lockt mit Wurstsalat, Schweinsbraten, belegten Semmeln und Zwetschendatschi. Wer will, kann auch seine jeweilige Spielerfrau bitten, einen Kuchen beizusteuern.

Wie kommt es eigentlich, dass mehr eigene als gegenerische Teams teilnehmen. Findet Ihr Euch selber so toll? Oder habt Ihr in 20 Jahren nicht mehr Freunde gefunden?
Ach. Verdient hätte es einige zu kommen. Gerne hätten wir Bächi, Mario vom EHC Arosa dabei gehabt. Unsere Freunde aus St. Pankraz. Die Grätschenkönige aus Landshut. Die alten Stoned Bombers. Undsoweiterundsofort. Da die Anlage in Aying nagelneu ist und der junge Rasen nicht mehr Rumpelfußballer vertragen hätte, haben wir uns mit dem Vorstand der SF Aying auf ein kleines Teilnehmerfeld geeinig. Wir sind Herrn Schröder ja dankbar, dass wir überhaupt auf so einer herrlichen Anlage feiern dürfen - noch dazu in Riechweite zu den Ayinger Braukesseln.

Wieso fiel die Wahl bei den Fremdteams gerade auf FFC Glashaus, Melonen Wambos und Dynamo Genschmen?
Wir haben die eingeladen, die uns am längsten begleiten, das sind unsere Freunde und ewigen Rivalen vom FFC Glashaus. Und die, die uns ideologisch am nächsten stehen, wenn man das so sagen darf. Mit anderen Worten: Wer schon einmal mit den Melonen oder Geschmännern gefeiert hat, der weiß, was die beiden Teams qualifiziert. Das geht es um Geselligkeit, Humor und Charme - alles auf ganz hohem Niveau.

Man merkt, dass sportliche Aspekte nicht immer das wichtige sind. Aber mal Hand aufs Herz: Was wäre wohl das beste Team aller Zeiten gewesen?
Oh. Wir hatten ja so viele gute Fußballer: Flo Roth, den wir dann zu Fortuna Köln transferiert haben. Robert Feiner, den wir Landesliga-Aufsteiger Eching abspenstig gemacht haben, Flo Kappels, Vorstandskollege Tom, Ahmet und Fatih - alles exzellente Techniker. Aber: Das beste Team für meinen Geschmack ist immer das, das noch sitzen bleibt, wenn der Wirt schon nach Hause will, die letzte S-Bahn raus ist und Georg anfängt zu zaubern.

Wetterprognose laut www.wetter.info:
19 Grad, viel Sonne, wenig Wolken, Regenwahrscheinlichkeit 3 Prozent.

Überblick über die Zusagen im vorhergehenden Beitrag.

Jubilaeum

Liste eingegangener Zusagen am Textende

Jubiläumsturnier am
26. September  in Aying -
bitte jetzt anmelden!
Notiert am Donnerstag, 13. August

Liebe Sportfreunde, flinke Flaschen! 

Bekanntlich steuern wir auf ein besonderes Datum zu. Gemeint ist nicht der Mauerfall, der sich in Kürze zum 20. Mal jährt, gemeint ist die Jubiläumsfeier unserer kleinen sympathischen Flinke-Flaschen-Familie. Wir sind - man glaubt es kaum - sogar noch einen Tick älter als die Deutsche Einheit. Mag sein, dass der eine oder andere inzwischen tatsächlich die Dynamik der Berliner Mauer an den Tag legt, aber das Gros der Stammflaschen ist noch immer sehr flink, vor allem wenn naturtrübe Biere ins Spiel kommen oder der Teamchef ein Spaßevent anordnet. 

Kurzum: Wir wollen zusammen ein Fass aufmachen! Wo? Natürlich in Aying, unserem zweiten Zuhause. 

Termin wird der 26. September 2009 sein, ein Samstag. Ausgemacht ist, dass wir den nagelneuen Fußballplatz der örtlichen Sportfreunde von 13 bis 18 Uhr bespielen d&